Innenbox, Offenstall oder Aktivstall? Was die verschiedenen Haltungsformen bedeuten, was die Schweizer Tierschutzverordnung verlangt, was ein Stallplatz kostet und worauf Sie bei der Besichtigung achten. Mit Checkliste und Hinweisen für Stallbetreiber.

Welcher Stall passt, hängt vom Pferd, vom Budget und von Ihren Zielen ab. Die gängigen Formen auf dem Schweizer Markt:
Die Schweiz hat strenge Vorgaben für die Pferdehaltung. Wichtige Eckpunkte:
Ein guter Stall erfüllt diese Vorgaben nicht nur knapp, sondern bietet darüber hinaus genügend Platz, saubere Luft und einen durchdachten Tagesablauf. Fragen Sie bei der Besichtigung konkret nach Auslaufzeiten und Herdenmanagement.
Die Betreuungstiefe bestimmt Aufwand und Preis:
Die Preise schwanken je nach Region, Haltungsform und Infrastruktur erheblich. In Ballungsräumen wie Zürich, Genf oder Zug ist es teurer als auf dem Land. Als grobe Orientierung bewegt sich eine Vollpension häufig im Bereich von rund CHF 600 bis 1'200 pro Monat, mit Reithalle, Springplatz und Solarium auch darüber. Selbstversorgerplätze sind deutlich günstiger, verlangen dafür Ihren täglichen Einsatz. Klären Sie immer, was im Preis enthalten ist und was zusätzlich verrechnet wird, etwa Einstreu, Spezialfutter oder die Nutzung der Reithalle.
Ein schriftlicher Einstell oder Pensionsvertrag schützt beide Seiten. Er sollte enthalten:
Wer einen Platz frei hat, beschreibt im Inserat am besten genau, was den Betrieb ausmacht. Haltungsform, Infrastruktur, Auslaufkonzept, Betreuungsleistungen und der Preis gehören klar benannt. Fotos der Anlage und ehrliche Angaben zu Auslauf und Herde sparen beiden Seiten Zeit und ziehen die passenden Einstellerinnen an. Auf RideBase inserieren Sie Ihren Stallplatz kostenlos und erreichen Pferdebesitzerinnen in Ihrer Region.
Offenstall oder Box, was ist besser? Pauschal keines von beidem. Ein bewegungsfreudiges, sozial verträgliches Pferd profitiert vom Offen oder Aktivstall. Ein Pferd, das Ruhe und einen festen Rückzugsort braucht, ist in einer Auslaufbox manchmal besser aufgehoben.
Wie lange dauert die Stallsuche? In Stadtnähe oft mehrere Wochen, teils mit Warteliste. Auf dem Land geht es meist schneller. Beginnen Sie die Suche früh, besonders auf beliebte Plätze.
Was kostet ein Selbstversorgerplatz im Vergleich? Deutlich weniger als Vollpension, dafür tragen Sie den gesamten täglichen Aufwand selbst. Rechnen Sie ehrlich, ob Sie diese Zeit dauerhaft aufbringen können.
Worauf bei der Vertragsunterzeichnung achten? Auf eine klare Leistungsbeschreibung und eine faire Kündigungsfrist. So bleiben Sie flexibel, falls der Stall doch nicht passt.